Dritter Aktionstag Sport und Krebs
Sport ist erwiesenermaßen eine wirksame Unterstützung in der Krebsbehandlung.
Sportliche Betätigung verbessert die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten.
Bereits seit über 25 Jahren engagieren sich der Landessportbund Bremen e. V. und die Bremer Krebsgesellschaft e. V. gemeinsam für die Etablierung und den Ausbau wohnortnaher Krebssportgruppen in den Sportvereinen.

Der Landessportbund Bremen, Bremer Sportvereine und die Bremer Krebsgesellschaft laden Sie am

Samstag, den 21. April 2018
von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Kwadrat
Wilhelm-Kaisen-Brücke 4
28199 Bremen
herzlich zum dritten Bremer Krebssporttag ein.

Alle aktuellen Studien zum Thema Bewegung bei bzw. nach Krebserkrankungen zeigen eindrucksvoll den großen Stellenwert von Bewegung und Sport beim Gesundwerden und –bleiben. Auf unserem dritten Bremer Krebssporttag können Sie sich näher über diesen Zusammenhang informieren, Kontakte zu (Reha-)sportgruppen in Ihrer Nähe knüpfen und Anregungen für die tägliche Bewegung zu Hause mitnehmen. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Die Schirmherrin der Veranstaltung ist die Senatorin für Gesundheit, Wissenschaft und Verbraucherschutz Prof. Dr. Quante-Brandt.

Programm:

10.00 Uhr Beginn der Veranstaltung
10.30 Uhr Begrüßung und Grußworte durch den Landessportbund, Bremer Krebsgesellschaft und Senatorin Prof. Dr. Quante-Brandt
11.00 Uhr Vortrag: Bewegungsmedizin – Auf dem Weg zur Standardsäule der Krebstherapie (Dr. Sick)
11.30 Uhr Vortrag: Mit sportlichen Zellen gegen Krebs (Prof. Dr. Bullerdiek)
12.00 Uhr Mittagspause und Stärkung
12.30 Uhr Vortrag: Die Bedeutung von körperlicher Aktivität bei Krebserkrankungen (Petra Wirtz)
13.00 Uhr Besuch der Stände und mögliche Nutzung des Praxisangebotes
Die Stände und das Praxisangebot werden durchgängig betreut.

In der gesamten Zeit besteht die Möglichkeit sich bei Vereinen in Ihrer Nachbarschaft über (Reha-)Sportangebote zu informieren

ReferentInnen:
Dr. Christoph Sick, Facharzt für innere Medizin, Hämatologie-Internistische Onkologie, Gastroenterologie, Hämostaseologie, Palliativmedizin
Prof. Dr. Jörn Bullerdiek, Dipl. Biologe, Fachhumangenetiker, leitender Direktor des Zentrums für Humangenetik der Universität Bremen
Petra Wirtz, Sportwissenschaftlerin und Doktorandin am Universitätsklinikum Köln


Wie Sie uns finden:

Mit dem Bus 24 oder den Linien 4,6 und 8. Haltestelle „Wilhelm-Kaisen-Brücke“. Der Eingang befindet sich gegenüber der Haltestelle. Parkmöglichkeiten in der näheren Umgebung sind vorhanden, jedoch kostenpflichtig. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist ebenfalls nicht erforderlich.

Folgende Vereine sind am Aktionstag mit dabei und informieren über ihre (Rehasport-)Angebote

TuS Komet Arsten
ATSV Sebaldsbrück
SV Werder Bremen e.V.
TV Eiche Horn
Impuls e.V.
ATS Buntentor
TV Bremen-Walle 1875
Tanzcentrum Gold- und Silver
Dritter Aktionstag Sport und Krebs
  


Wie wirkt sich Sport im Rahmen einer Krebserkrankung aus und was sollten Betroffene beachten? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt des dritten Aktionstages Krebs und Sport am 21. April, den der Landessportbund Bremen e.V. und die Bremer Krebsgesellschaft gemeinsam mit Bremer Sportvereinen auf die Beine gestellt hatten. Rund 90 Interessenten und Betroffene nahmen teil. In ihrem Grußwort ging Schirmherrin Prof. Eva Quante-Brandt, Bremer Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, ebenfalls auf die Bedeutung von Sport und Bewegung bei der Prävention sowie der Krebs-Nachsorge allgemein und im Sportverein ein. Prof. Ernst Heinrich Schmidt, Vorsitzender der Bremer Krebsgesellschaft, sowie Linus Edwards vom Landessportbund Bremen lobten die langjährige gute Zusammenarbeit und hoben die Bedeutung der Sportvereine sowie die einzelnen Projekte zur Verbesserung der Gesundheit hervor. Die Vorträge drehten sich um das Thema Bewegungsmedizin - dazu referierte der Bremer Krebsspezialist Dr. Christoph Sick - und damit um die Wichtigkeit von Sport und Bewegung, die sich bis in die Körperzelle hinein auswirken, wie der Humangenetiker Prof. Dr. J. Bullerdiek anschaulich darstellte. Auch Petra Wirtz, Sportwissenschaftlerin und Mitarbeiterin der AG Onkologische Bewegungsmedizin im Universitätsklinikum Köln, erklärte, wie wichtig Sport bei einer Erkrankung ist, und machte das gleich an verschiedenen Studien deutlich. Während der Veranstaltung gab es die Möglichkeit, bei den Ständen der Vereine ATS Buntentor, ATSV Sebaldsbrück, impuls e.V., SV Werder Bremen, TanzCentrum Gold und Silber Bremen e.V., TV Eiche Horn, TV Bremen-Walle 1875 sowie dem TuS Komet Arsten vorbeizuschauen und sich über Sport in der Krebsnachsorge sowie weitere Angebote zu informieren und das eine oder andere auch gleich auszuprobieren. Sowohl aus Sicht des Landessportbundes als auch der Bremer Krebsgesellschaft war der Aktionstag ein voller Erfolg. Foto: Jens Lehmkühler
Zweiter Aktionstag Sport und Krebs
  


Am 23.04.2016 fand der zweite Bremer Aktionstag "Krebs und Sport" in Bremen und Bremerhaven statt. Gemeinsam mit der Bremer Krebsgesellschaft und dem Landessportbund Bremen veranstalteten der TuS Komet Arsten, TuS Huchting, SV Werder Bremen, TV Eiche Horn, impuls e.V., ATS Buntentor, Skip Rehasport und SFL Bremerhaven diesen "Sport-Aktiv"-Tag. Die teilnehmenden Vereine präsentierten zwischen 10 und 14 Uhr ihre Angebote und Räumlichkeiten und öffneten sich für Menschen mit Krebserkrankungen. Alle teilnehmenden Vereine bieten zusätzlich den von Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung übernommenen Sport in der Krebsnachsorge an. Um 11 Uhr begrüßten Andreas Vroom, Präsident des Landessportbundes Bremen, und – in Vertretung der aus familiären Gründen verhinderten Senatorin Anja Stahmann - Jan Fries, Staatsrat für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport, beim Bismarck-Denkmal am Bremer Dom eine Reihe von Vereinsvertreter/innen, die in ihren Vereinsfarben und mit ihren Rädern auf den Startschuss warteten. Andreas Vroom und Jan Fries würdigten die Arbeit des organisierten Sports in der Krebsnachsorge und gaben zusammen mit einer Startklappe den formellen „Startschuss“ zum zweiten Aktionstag "Krebs und Sport" in Bremen und Bremerhaven, woraufhin sich alle Teilnehmer/innen auf den Weg in ihre Vereine machten. Dabei stand neben dem Krebssport der Sport allgemein im Zentrum. Der TuS Komet Arsten bot das Gymnastik- und das Deutsche Sportabzeichen an und beim ATS Buntentor konnten Kinder eine Bewegungslandschaft erkunden, während die Eltern Pilates oder das freie Training in Anspruch nehmen konnten. Neben den sportlichen Angeboten gab es in vielen Vereinen auch Beratungen und Informationen für (betroffene) Interessierte. Seit mehr als 25 Jahren gibt es nun schon in Bremen Krebssportgruppen, die in der Nachsorge für Krebserkrankte eine zentrale Rolle spielen. Dass Sport bei der Heilung der Krankheit und bei der Linderung der Folgen von Chemotherapien eine zentrale und vor allem positive Rolle spielt, ist wissenschaftlich bereits belegt. Ärzte können Rehasport in der Krebsnachsorge verschreiben (52x in 1,5 Jahren). Durch die Kooperation zwischen dem Landessportbund Bremen und der Bremer Krebsgesellschaft gibt es eine starke Schnittstelle, die erkrankten Personen die Möglichkeit gibt, ein Sportangebot für sich zu entdecken. Wichtig ist jedoch, dass der Sport in den Köpfen der Menschen bleibt, sowohl präventiv als auch rehabilitativ. Mit dem Krebssportaktionstag soll die Öffentlichkeit für den Krebssport gewonnen werden. Sportvereine bieten mit kompetent ausgebildeten Übungsleiter/innen spezielle Angebote für die Zielgruppe der Erkrankten an. Mehr als in anderen Sportgruppen stehen hier Ängste, Verluste oder auch Todesfälle im Vordergrund. Neben der eigentlichen aktiven „Bewegungszeit“ bieten viele Vereine noch Gesprächsrunden an, um die Krankheit aufzuarbeiten. Dabei sind die ehrenamtlichen Übungsleiter/innen wichtige Bezugspersonen, die eine hervorragende Arbeit leisten. Auch außerplanmäßige Aktivitäten wie das Sportabzeichen werden von erkrankten Personen abgelegt. Es zeigt, dass die Rehasportgruppen den betroffenen Menschen einen Halt geben können.
Zweiter Bremer Krebssporttag aus Sicht der Betroffenen

Vereine präsentieren ihre Angebote



Der Aktionstag spricht sowohl an Krebs erkrankte Personen, sowie deren Angehörige an. Die Krankheit beeinflusst die physischen, psychischen und sozialen Bereiche des Lebens. Dazu zählen der Verlust von Kraft, die psychische Bewältigung der Krankheit, sowie die Einschnitte am gesellschaftlichen Leben. Viele erkrankte stellen sportliche Tätigkeiten zunächst ein, um sich auf das Gesundwerden zu konzentrieren. Andere wiederum versuchen, solang es die Gesundheit zulässt, sportlich aktiv zu sein.

Sport verbessert nachweislich die verschiedenen Bereiche. Dabei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten an denen betroffene teilnehmen können. Zum einen besteht, je nach Einschränkung, die Möglichkeit bereits bekannte Sportarten weiter zu betreiben, sowie neue gesundheitsorientierte Angebote wahrzunehmen.
Ein spezielles Beispiel dafür ist der (Reha-)Sport in der Krebsnachsorge. Dieser wird von spezialisierten Übungsleitern durchgeführt und von Krankenkassen finanziell übernommen. Durch die Kombination aus Bewegung, Entspannung und Gesprächen kann die Gesundheit und somit auch das Wohlbefinden gesteigert werden.

Auch Angehörige werden durch die Krankheit beeinflusst. Die Gedanken ranken sich um Pflege, Unterstützung und die Zukunft. Dabei kann Sport hierbei ebenso entspannend, auslastend oder einfach ablenkend wirken. Dabei steht nicht der Leistungserfolg oder der Aufbau von Muskulatur im Vordergrund, sondern die Entlastung vom Alltag.

Beim zweiten Bremer Aktionstag stellen die mitmachenden Vereine ihre Angebote in ihren Räumlichkeiten vor. Diese umfassen gesundheitsorientierte, allgemeine, aber auch die speziellen Rehasportangebote. Schauen Sie doch einfach bei einem der teilnehmenden Vereine am 23.04.2016 vorbei und schnuppern in die Angebote!

Informationen zu den einzelnen Programme der Vereine werden hier veröffentlicht!


Weitere Informationen und Aktuelles aus dem Sport in der Krebsnachsorge gibt unter Sport und Krebs und Rehabilitationssport.